Stell dir vor, ein Plugin-Update geht schief, dein Hoster hat einen Festplattenausfall, oder deine Website wird gehackt. Ohne Backup bedeutet das: Neuaufbau von null. Mit einem aktuellen Backup bedeutet es: 30 Minuten Wiederherstellung. Ein gutes Backup-System ist die wichtigste Versicherung für jede WordPress-Website.
Was muss gesichert werden?
Ein vollständiges WordPress-Backup besteht aus zwei Teilen, und beide sind unverzichtbar:
- Die Datenbank (SQL): Hier liegen alle Inhalte, Seiten, Beiträge, Einstellungen, Benutzerdaten und WooCommerce-Bestellungen. Ohne die Datenbank ist eine WordPress-Wiederherstellung nicht möglich.
- Alle Dateien: Der
wp-content-Ordner mit allen Themes, Plugins und hochgeladenen Medien. Dazu kommt diewp-config.phpmit den Datenbankzugangsdaten.
Viele günstige Backup-Lösungen sichern nur die Datenbank oder nur die Dateien. Das ist kein vollständiges Backup.
Die besten Backup-Plugins für WordPress
UpdraftPlus (empfohlen): Das mit Abstand beliebteste WordPress-Backup-Plugin mit über 3 Millionen aktiven Installationen. Es sichert Datenbank und Dateien automatisch und lädt das Backup direkt in externe Speicher wie Google Drive, Dropbox, Amazon S3 oder FTP hoch. Die Grundversion ist kostenlos und für die meisten Websites ausreichend.
BackWPup: Eine gute kostenlose Alternative zu UpdraftPlus. Ebenfalls automatische Backups, viele externe Speicherziele, flexibel konfigurierbar. Etwas komplizierter in der Einrichtung, aber sehr zuverlässig.
Duplicator: Eigentlich ein Migrations-Tool, aber auch als Backup nutzbar. Erstellt ein vollständiges Archiv inklusive Installer-Skript, das die Wiederherstellung auf einem neuen Server sehr einfach macht. Gut für gelegentliche manuelle Backups vor größeren Änderungen.
VaultPress / Jetpack Backup: Die Premium-Lösung von Automattic (dem WordPress-Hersteller). Echtzeit-Backups, einfache Wiederherstellung auf Knopfdruck, aber kostenpflichtig ab ca. 10 Euro pro Monat.
Wo sollen Backups gespeichert werden?
Niemals nur auf dem gleichen Server wie die Website. Wenn der Server ausfällt, sind auch die Backups weg. Die beste Backup-Strategie folgt der 3-2-1-Regel:
- 3 Kopien der Daten
- 2 verschiedene Speichermedien oder Dienste
- 1 Kopie extern (außerhalb des Servers)
In der Praxis bedeutet das: Backup auf dem Server (1), automatisch hochgeladen nach Google Drive (2), und monatliches manuelles Backup auf einer externen Festplatte oder einem zweiten Cloud-Dienst (3).
Wie oft solltest du ein Backup erstellen?
Das hängt davon ab, wie oft sich deine Website ändert:
- Statische Unternehmenswebsite: Wöchentlich reicht, aber vor jedem Update täglich
- Blog mit mehreren Beiträgen pro Woche: Täglich
- WooCommerce-Shop: Mindestens täglich, besser mehrmals täglich für die Datenbank (neue Bestellungen)
Außerdem immer direkt vor: Plugin-Updates, Theme-Updates, WordPress-Core-Updates, und vor größeren Inhaltsänderungen.
Backup-Wiederherstellung testen
Ein Backup, das du nie getestet hast, ist kein Backup. Stelle mindestens einmal im Quartal auf einer Testumgebung sicher, dass dein Backup vollständig und wiederherstellbar ist. Nichts ist schlimmer, als im Notfall zu merken, dass das Backup korrupt oder unvollständig war.
Backups als Teil eines Wartungsvertrags
Wenn du dich nicht selbst um Backups kümmern möchtest, ist das vollkommen verständlich. Bei rocks.optimize sind tägliche automatische Backups, externe Speicherung und regelmäßige Wiederherstellungstests fester Bestandteil jedes Wartungspakets. Du musst dir keine Gedanken darüber machen, wir tun es für dich. Lies auch, warum zu viele Plugins das Backup-Volumen unnötig aufblähen können.
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Website-Optimierer und Gründer von rocks.optimize. Hilft KMU dabei, schnellere, sicherere und besser gefundene Websites zu bekommen.
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