Eine frische WordPress-Installation ist schnell. Doch mit jedem Plugin, das du installierst, wird etwas PHP-Code bei jedem Seitenaufruf geladen, Datenbankabfragen werden ausgeführt und JavaScript oder CSS werden in den Browser geladen. Bei 30, 40 oder mehr Plugins summiert sich das erheblich. Aber wie viele Plugins sind wirklich zu viele?
Die Wahrheit über die "richtige" Plugin-Anzahl
Es gibt keine magische Zahl. Eine Website mit 40 gut codierten Plugins kann schneller sein als eine mit 10 schlecht programmierten. Entscheidend ist nicht die Menge, sondern die Qualität und die Notwendigkeit jedes einzelnen Plugins. Trotzdem: In der Praxis sehen wir bei vielen WordPress-Seiten 5 bis 10 Plugins, die installiert aber längst nicht mehr genutzt werden, und weitere 5 bis 10, deren Funktionen sich problemlos durch Alternativen oder direkte Code-Snippets ersetzen lassen.
Wie du die Plugin-Last misst
Das Plugin "Query Monitor" ist ein unverzichtbares Diagnose-Tool. Es zeigt dir bei jedem Seitenaufruf im Admin-Bereich:
- Wie viele Datenbankabfragen jede Seite erzeugt
- Welche Plugins wie viele Abfragen stellen
- Welche PHP-Skripte wie lange benötigen
- Welche JavaScript- und CSS-Dateien eingebunden werden
Alternativ hilft das Plugin "Asset CleanUp", um zu sehen, welche JavaScript- und CSS-Dateien jedes Plugin auf welcher Seite lädt. Plugins, die auf jeder Seite viel laden, aber nur auf einer einzigen Seite gebraucht werden, sind ein klares Optimierungspotenzial.
Welche Plugins du sofort entfernen kannst
Diese Plugin-Kategorien sind häufig überflüssig oder durch bessere Alternativen ersetzbar:
- Slider-Plugins: Karussells sind nachweislich konversionsschwach und schaden der Performance. Weg damit.
- Social-Share-Buttons: Native Browser-Sharing-Optionen und einfache Links funktionieren genauso gut ohne Script-Last.
- Mehrere SEO-Plugins gleichzeitig: Yoast und Rank Math haben beide ihre Berechtigung, aber niemals beide auf einmal.
- Deaktivierte Plugins: Deaktiviert ist nicht gleich entfernt. Deaktivierte Plugins werden zwar nicht ausgeführt, belegen aber Speicherplatz und können Sicherheitslücken enthalten.
- "Hello Dolly": Das vorinstallierte Demo-Plugin hat auf einer Produktiv-Website nichts zu suchen.
Plugins, die du wirklich brauchst
Eine typische WordPress-Website für ein kleines oder mittelständisches Unternehmen kommt mit diesen Plugin-Kategorien aus:
- SEO (eines: Yoast oder Rank Math)
- Caching (eines: WP Super Cache, W3 Total Cache oder LiteSpeed Cache)
- Sicherheit (eines: Wordfence oder iThemes Security)
- Backup (eines: UpdraftPlus oder BackWPup)
- Kontaktformular (eines: Contact Form 7 oder WPForms)
- DSGVO/Cookie (eines: Complianz oder Borlabs Cookie)
Das sind sechs Plugins. Alles darüber hinaus sollte einen konkreten Mehrwert haben und regelmäßig hinterfragt werden.
Plugin-Bloat und Core Web Vitals
Zu viele Plugins laden oft unnötige JavaScript- und CSS-Dateien in den Browser, was sich direkt auf die Core Web Vitals auswirkt, besonders auf den Largest Contentful Paint und den Total Blocking Time. Google wertet langsame Seiten im Ranking ab. Wenn du also SEO-Probleme hast und gleichzeitig viele Plugins installiert hast, besteht oft ein direkter Zusammenhang.
Lies dazu auch unseren Artikel: Warum langsame Websites Kunden kosten.
Die Alternative zu vielen Plugins: Professionelle Wartung
Wer seinen Plugin-Bestand regelmäßig durchforstet und aufräumt, hat langfristig eine schnellere und sicherere Website. rocks.optimize führt bei jedem Neukunden ein vollständiges Plugin-Audit durch und empfiehlt konkrete Deinstallationen sowie Alternativen, die weniger Overhead erzeugen.
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Website-Optimierer und Gründer von rocks.optimize. Hilft KMU dabei, schnellere, sicherere und besser gefundene Websites zu bekommen.
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