Backlinks von fremden Websites sind schwer zu bekommen. Interne Links dagegen hast du vollständig unter Kontrolle, und die meisten Websites nutzen dieses Potenzial kaum. Dabei ist interne Verlinkung einer der wenigen SEO-Hebel, der nichts kostet und sofort wirkt.
Warum interne Links das Ranking beeinflussen
Google folgt Links, um neue Seiten zu entdecken und zu bewerten. Je mehr interne Links auf eine Seite zeigen, desto mehr "Link-Autorität" (PageRank) fließt dorthin. Das ist kein Mythos, sondern seit Googles Gründungsjahren dokumentiert. Mit gezielter interner Verlinkung kannst du steuern, welche Seiten deiner Website am stärksten ranken sollen.
Die Pillar-Content-Strategie verstehen
Pillar Content bedeutet: Eine zentrale Übersichtsseite (der "Pillar") zu einem breiten Thema, verlinkt mit mehreren detaillierten Unterseiten ("Cluster Content"). Beispiel für eine Werbeagentur:
- Pillar: "Online-Marketing für KMU" (breites Thema)
- Cluster: "Google Ads für Handwerker", "SEO für Lokalbetriebe", "Social Ads für Shops"
Jede Cluster-Seite verlinkt zurück zum Pillar, und der Pillar verlinkt auf alle Cluster. Google erkennt dieses Netz als thematische Expertise.
Anchor-Texte richtig wählen
Der Anchor-Text ist das klickbare Wort oder die Phrase eines Links. Er signalisiert Google, wofür die verlinkte Seite relevant ist. Die wichtigsten Regeln:
- Beschreibend statt generisch: "Core Web Vitals verbessern" statt "hier klicken"
- Keyword-nah, aber natürlich: Nicht dasselbe Keyword zehnmal exakt, Variationen sind gut
- Kein Keyword-Stuffing: Wenn der Anchor-Text sich im Fließtext komisch liest, ist er zu erzwungen
Orphaned Pages finden und beheben
Orphaned Pages sind Seiten, auf die kein einziger interner Link zeigt. Google findet sie kaum, und wenn, gibt es keinen Autorität-Fluss dorthin. So findest du sie:
- Screaming Frog crawlen lassen, dann Filter "Inlinks = 0" setzen
- In der Google Search Console unter "Links" prüfen, welche internen Seiten keine internen Verlinkungen haben
Jede wichtige Seite sollte mindestens zwei bis drei interne Links bekommen.
Wie viele interne Links pro Seite sind sinnvoll?
Es gibt keine harte Grenze, aber eine gute Faustregel: Nicht mehr interne Links als der Leser wirklich sinnvoll anklicken würde. Bei einem 800-Wörter-Artikel sind 3 bis 6 interne Links völlig normal. Wichtig ist, dass die Links kontextuell passen, nicht willkürlich verteilt sind.
Praktischer Einstieg: Die Quick-Win-Methode
Wenn du wenig Zeit hast, fang damit an: Nimm deine fünf wichtigsten Seiten (die, die du am liebsten oben bei Google sehen würdest). Suche in deinen anderen Blogartikeln und Seiten nach inhaltlich passenden Stellen und füge dort manuell einen Link zu diesen fünf Seiten ein. Das dauert 30 Minuten und kann innerhalb weniger Wochen messbare Ranking-Bewegungen auslösen.
Wenn du wissen möchtest, wie dein aktuelles internes Linkprofil aussieht, schau dir unseren Artikel zum Website-Relaunch und seine SEO-Risiken an, denn gerade nach einem Relaunch gehen interne Verlinkungen häufig verloren. Bei rocks.optimize prüfen wir das im Rahmen unseres monatlichen SEO-Audits automatisch.
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Website-Optimierer und Gründer von rocks.optimize. Hilft KMU dabei, schnellere, sicherere und besser gefundene Websites zu bekommen.
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