Wenn du in der WordPress-Systeminfo oder im Hosting-Panel siehst, dass deine Website noch PHP 7.4 oder älter verwendet, ist das ein dringendes Problem. Alte PHP-Versionen sind nicht nur langsamer, sie erhalten auch keine Sicherheits-Patches mehr und machen deine Website damit zum leichten Angriffsziel.
Warum ist eine aktuelle PHP-Version so wichtig?
PHP 7.4 hat im November 2022 das Ende seines Supportzeitraums erreicht. PHP 8.0 folgte im November 2023. Das bedeutet: Jede Sicherheitslücke, die seitdem in diesen Versionen entdeckt wird, bleibt ungepatcht. Für Websites, die sensible Kundendaten verarbeiten, ist das ein inakzeptables Risiko.
Dazu kommt der Performance-Aspekt: PHP 8.2 ist in Benchmarks nachweislich 20 bis 30 Prozent schneller als PHP 7.4. Diese Verbesserung wirkt sich direkt auf die Ladezeit deiner Website aus, was wiederum die Core Web Vitals und damit das Google-Ranking beeinflusst.
Bevor du aktualisierst: Kompatibilität prüfen
Ein PHP-Upgrade kann zu Fehlern führen, wenn Plugins oder das Theme veraltete PHP-Funktionen verwenden, die in neueren Versionen entfernt wurden. Vor dem Upgrade unbedingt:
- Das Plugin "PHP Compatibility Checker" installieren und ausführen. Es prüft alle installierten Plugins und das aktive Theme auf Kompatibilität mit der Ziel-PHP-Version.
- Alle Plugins auf die neueste Version aktualisieren, da aktuelle Plugin-Versionen fast immer PHP 8.x unterstützen.
- Im Changelog des Themes nachsehen, ob PHP 8.x unterstützt wird.
- Ein vollständiges Backup erstellen.
So aktualisierst du PHP beim Hoster
Die meisten modernen Hoster ermöglichen den PHP-Versionswechsel selbst im Hosting-Panel, ohne Support-Ticket. Bei gängigen Anbietern findest du die Einstellung meist unter:
- IONOS: Hosting / PHP-Version
- Strato: Webhosting / PHP-Konfiguration
- All-Inkl: KAS / PHP-Einstellungen
- Hetzner: Über das Server-Panel oder per SSH
Wähle dort PHP 8.2 oder die aktuellste stabile Version. Sobald du speicherst, gilt die neue PHP-Version sofort für deine Website.
Nach dem Upgrade: Sofort testen
Rufe nach dem PHP-Upgrade sofort deine Website auf und klicke alle wichtigen Seiten durch. Prüfe besonders:
- Startseite und Unterseiten
- Kontaktformular
- Shop und Checkout (wenn WooCommerce aktiv)
- Backend und alle häufig genutzten Plugin-Einstellungen
Wenn etwas nicht funktioniert, aktiviere den WordPress-Debug-Modus (wie in unserem Artikel WordPress White Screen of Death beschrieben) und prüfe, welches Plugin oder Theme den Fehler verursacht.
Was, wenn ein Plugin PHP 8 nicht unterstützt?
Wenn nach dem Upgrade ein Plugin Fehler wirft und keine aktualisierte Version verfügbar ist, hast du zwei Optionen: Entweder du deaktivierst das Plugin und suchst eine moderne Alternative, oder du gehst vorerst auf PHP 7.4 zurück und wartest, bis eine kompatible Plugin-Version erscheint. Letzteres ist keine gute Dauerlösung.
PHP-Updates als Teil der regelmäßigen Wartung
PHP-Updates sollten kein einmaliges Ereignis sein. PHP erscheint regelmäßig in neuen Versionen, und jede Version wird nur für einen begrenzten Zeitraum mit Sicherheitsupdates versorgt. Bei rocks.optimize ist das Monitoring der PHP-Version und die rechtzeitige Vorbereitung auf Upgrades fester Bestandteil unserer Wartungspakete.
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Website-Optimierer und Gründer von rocks.optimize. Hilft KMU dabei, schnellere, sicherere und besser gefundene Websites zu bekommen.
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