SEO-Audit selbst durchführen: Die komplette Checkliste für KMU

Von · 11. Juni 2026 · 8 Minuten Lesezeit

Ein SEO-Audit ist keine Raketenwissenschaft, aber es braucht System. Viele Unternehmer zahlen 500 bis 2.000 Euro für einen Audit-Report, den sie mit ein bisschen Anleitung auch selbst erstellen könnten. Diese Checkliste zeigt dir, wie du die drei Bereiche eines vollständigen Audits Schritt für Schritt abarbeitest.

Was ist ein SEO-Audit überhaupt?

Ein SEO-Audit ist eine strukturierte Analyse deiner Website aus drei Perspektiven: Technisch (kann Google die Seite überhaupt lesen?), On-Page (sind Inhalte und Struktur optimiert?) und Off-Page (wie sieht dein Linkprofil aus?). Das Ziel ist, Baustellen zu identifizieren, die dein Ranking kosten.

Teil 1: Technischer SEO-Audit

Starte mit Screaming Frog (kostenlos bis 500 URLs). Crawle deine gesamte Website und achte auf:

  • Seiten mit HTTP-Statuscode 404 (Broken Links)
  • Weiterleitungsketten (301 auf 301 auf 301)
  • Fehlende oder doppelte Title-Tags und Meta-Descriptions
  • Bilder ohne Alt-Text
  • Nicht-indexierbare Seiten (noindex-Tag gesetzt?)
  • Seiten, die HTTP statt HTTPS verwenden

Prüfe parallel in der Google Search Console unter "Indexabdeckung", welche Seiten Google kennt und welche ausgeschlossen sind. Oft liegen hier die größten Überraschungen.

Teil 2: Ladezeit und Core Web Vitals

Öffne PageSpeed Insights (pagespeed.web.dev) und gib deine wichtigsten Seiten ein, Startseite, eine Kategorieseite und eine Produktseite. Google zeigt dir direkt, welche Core Web Vitals nicht bestanden werden und warum. Notiere alle Empfehlungen mit Priorität "Hoch".

Typische Probleme: zu große Bilder, kein Browser-Caching, render-blockende Skripte.

Teil 3: On-Page SEO

Für jede wichtige Seite prüfst du:

  • Gibt es genau einen H1-Tag?
  • Ist das Hauptkeyword im Title-Tag und in der H1 enthalten?
  • Ist der Inhalt mindestens 300 Wörter lang und beantwortet er die Suchanfrage vollständig?
  • Gibt es sinnvolle interne Links zu anderen relevanten Seiten?
  • Sind Bilder komprimiert und mit beschreibendem Alt-Text versehen?

Teil 4: Off-Page SEO

Für die Backlink-Analyse nutzt du am besten Googles Search Console unter "Links". Du siehst dort, welche externen Seiten auf dich verlinken. Alternativ gibt es kostenlose Trials bei Ahrefs oder Semrush. Achte auf:

  • Wie viele einzigartige Domains verlinken auf dich?
  • Gibt es Spam-Links aus fragwürdigen Quellen?
  • Verweisen Links aus lokalen Verzeichnissen auf dich (wichtig für lokale SEO)?

Den Audit-Report zusammenbauen

Erstelle eine einfache Tabelle: Problem, betroffene URL(s), Priorität (Hoch/Mittel/Niedrig), geschätzter Aufwand. Dann arbeite von oben nach unten. Technische Fehler zuerst, weil sie alles andere beeinflussen. On-Page danach, Off-Page als letztes.

Falls du beim Abarbeiten merkst, dass einzelne Punkte zu technisch werden, schau dir an, wie professionelle Website-Pflege dabei helfen kann, technische Baustellen dauerhaft sauber zu halten. Bei rocks.optimize ist ein monatlicher SEO-Health-Check inklusive.

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Website-Optimierer und Gründer von rocks.optimize. Hilft KMU dabei, schnellere, sicherere und besser gefundene Websites zu bekommen.

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